AUSZEIT NEHMEN NACH KÜNDIGUNG

Auszeit nehmen nach Kündigung

Du willst dich neu orientieren?

Du brauchst eine Standortbestimmung?

Du möchtest neue Erfahrungen sammeln?

Du möchtest dich weiterbilden?

Du möchtest auf unbestimmte Zeit reisen?

Du möchtest eine Auszeit nehmen nach Kündigung?

DU MÖCHTEST EINE AUSZEIT NEHMEN NACH KÜNDIGUNG?

Das geht. Wer eine mehrmonatige Auszeit einlegt, füllt sie in der Regel mit Programm oder süssem Nichtstun. Egal was - eine Auszeit nehmen nach Kündigung bringt neue Perspektiven und neue Erfahrungen. Sich ganz in der Schönheit der Welt zu verlieren oder sich in eine andere Beschäftigung zu vertiefen, schafft Distanz zum Alltag.

WARUM SICH EINE AUSZEIT NEHMEN NACH KÜNDIGUNG?

Vorab möchte ich etwas zu einer Kündigung sagen. Eine Kündigung muss nicht bedeuten, dass dein seitheriges Leben oder dein seitheriger Job schlecht war! Die Kündigung ist nicht zwangsläufig GEGEN etwas. Eine Auszeit nehmen nach Kündigung ist vor Allem eine Entscheidung FÜR DEINE TRÄUME.

Jedenfalls lohnt es sich, genau hinzuschauen, warum du kündigen und eine Auszeit nehmen möchtest. Wenn dir bereits gekündigt wurde, oder du bereits gekündigt hast, ist eine Auszeit sicher eine gute Idee, um Klarheit zu finden, wie es beruflich weiter gehen soll. Solche Prozesse brauchen immer Zeit und diese Zeit hat man während einer Auszeit.

KÜNDIGUNG - UND NUN?

Nach einer Kündigung gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Eine Möglichkeit ist, dass du dir direkt nach der Kündigung den nächsten Job suchst. Du bleibst im Berufsleben und bleibst dem bekannten Lebensweg oder auch Beruf treu.

Eine weitere Möglichkeit ist, dass du dir Zeit für dich nimmst und dir eine Auszeit gönnst. Die Motivation für deine Auszeit vom Job kann bspw. Entspannung, Weiterbildung, Umschulung, Steigerung der Motivation und Kreativität, Reisen, Suche nach einer sinnstiftenden Tätigkeit (z.B. durch Engagement in sozialen Projekten), Forschung, Neuorientierung im Beruflichen, Vorbeugen eines Burnouts, das Einlegen einer Familienphase oder Partnerschaftsphase, vorgezogener Ruhestand und vieles mehr sein.

Vielleicht entwickelt sich während deiner Auszeit der Wunsch nach einer beruflichen Neuorientierung und läutet eine neue Lebensphase ein.

SONDERURLAUB ODER SELBST KÜNDIGEN?

Wenn der Arbeitgeber einverstanden ist, gibt es die Möglichkeit, einen mehrmonatigen „Sonderurlaub“ zu bekommen. Wichtige Voraussetzung für so einen Sonderurlaub oder sogar ein Sabbatical ist die offene und transparente Kommunikation und schlussendlich eine schriftliche Übereinkunft mit dem Arbeitgeber. Angestellte, wie Beamte sollten diesen Wunsch mit ihrem Vorgesetzen vorab besprechen und sollten auch bereit sein ein "Nein" zu akzeptieren, denn einen Anspruch auf Freistellung gibt es nicht. Der Trend ist jedoch positiv: Immer mehr Firmen genehmigen ihren Mitarbeitern einen solchen Sonderurlaub und geben so ihren Angestellten die Möglichkeit, sich eine Auszeit nehmen nach Kündigung.

 Der radikalste Schritt, sich eine Auszeit zu nehmen, ist es selbst die Kündigung einzureichen. Dies ist jedoch nur dann empfehlenswert, wenn man sich mit dem Arbeitgeber nicht irgendwie einig geworden ist oder man eine berufilche Neuorientierung anstrebt.

DIE KONSEQUENZEN EINER KÜNDIGUNG

Wurde dir gekündigt oder hast du den Schlussstrich gezogen, dann hast du natürlich den grossen Vorteil der vollen Freiheit mit einer Auszeit auf unbestimmte Zeit. Du solltest dir jedoch auch im Klaren sein, was das bedeutet. Du bekommst während deiner Auszeit kein monatliches Gehalt mehr. Wenn du in der Schweiz dein Arbeitsverhältnis kündigst, bekommst du erst nach Ablauf der vom RAV verhängten Einstelltage (Straftage für eine selbstverschuldete Kündigung) Arbeitslosenentschädigung. Die anfallenden Kosten müssen dann zwischenzeitlich vom Ersparten bezahlt werden.

Um sich hohe Lebenshaltungskosten zu sparen, lohnt sich womöglich sogar das Verbringen der Auszeit auf einer Reise. Oft lässt es sich im Ausland günstiger leben, wenn man die eigene Wohnung gekündigt oder untervermietet hat und seine Versicherungen pausiert.

SO FINDEST DU DEN MUT, DIR DEINEN TRAUM ZU ERFÜLLEN

Wenn es schon immer ein Herzenswunsch von dir war, dir eine Auszeit zu nehmen, dann solltest du diesem Wunsch nachgehen. Dieses Leben ist zu kurz, um sich seinen Herzenswunsch nicht zu erfüllen.

Auszeit nehmen nach Kündigung

"Ihre Zeit ist begrenzt, also verschwenden Sie sie nicht damit, das Leben eines anderen zu leben. Lassen Sie sich nicht von Dogmen in die Falle locken. Lassen Sie nicht zu, dass die Meinungen anderer Ihre innere Stimme ersticken. Am wichtigsten ist es, dass Sie den Mut haben, Ihrem Herzen und Ihrer Intuition zu folgen. Alles andere ist nebensächlich."
Steve Jobs

Ergänzend lohnt es sich hinzufügen:

• Vertrauen hilft. Vertrauen, dass es das Leben gut mit uns meint und es immer weiter geht. Sollte dich doch einmal das Vertrauen verlassen, denke an die kleinen und grossen Erfolge aus deiner Vergangenheit zurück. Auch diese Herausforderung wirst du meistern. Das macht Mut.

• Womöglich hilft es dir, dir vor Augen zu führen, dass du sicher bist. Wenn du vor deiner Kündigung länger als ein Jahr gearbeitet hast und weniger als ein Jahr Reisen gehst, bekommst du noch Unterstützung vom Bund. Vielleicht hast du auch Freunde oder Familie, bei denen du erst mal unterkommen könntest, bis du wieder eine Wohnung und/oder einen Job gefunden hast. Womöglich hast du noch ein finanzielles Polster, wenn du wieder zurückkommst.

• Sich nicht weiter verunsichern zu lassen ist wichtig. Sprich vor allem mit Menschen über deine Pläne, von denen du weisst, dass sie dich darin bekräftigen werden.

FAIR-KÜNDIGEN

Die Entscheidung, eine Kündigung einzureichen ist natürlich nicht leicht. Sie erfordert Mut. Und Vorbereitung. Es ist wichtig, sich nicht blindlings ins Abenteuer zu stürzen. Nimm das Thema Kündigung rechtzeitig in Angriff. Sprich offen mit deinem Vorgesetzten über deine Pläne. Gib deinem Chef so viel Vorlaufzeit wie möglich! Es schadet überhaupt nicht, deinem Chef schon von deiner Entscheidung zu erzählen, wenn die Kündigungsfrist noch lange nicht ansteht. Es zeugt von Ehrlichkeit und gibt ihm so die Möglichkeit, deine Stelle in Ruhe und mit Sorgfalt neu zu besetzen.

Sorge dafür, dass dein Chef und deine Kollegen nicht über Gerüchte oder von einer anderen Person erfahren, dass du kündigen möchtest. Informiere dich rechtzeitig über deine Kündigungsfrist, sodass du am Ende nicht zu krummen Lösungen gezwungen bist.

Denke daran, ein Zeugnis zu beantragen, und frag nette Kollegen und deinen Chef nach Referenzschreiben. Diese beschreiben viel mehr deinen Charakter als deine Arbeit und sind besonders in der englischsprachigen Arbeitswelt sehr gefragt. Sie können für deine berufliche Zukunft sehr wertvoll sein.

HABE KEINE ANGST

Du hast womöglich wie viele Menschen Sorgen, wie es nach deiner Auszeit beruflich weitergeht. Der Jobwechsel und die damit verbundenen Veränderungen sind für die meisten Menschen ein grosser Schritt, dem man durchaus mit Respekt begegnen kann. Das bedeutet allerdings nicht, dass du Angst davor haben musst.

Du fragst dich, ob du in deinem alten Beruf weiterarbeiten möchtest, was ist, wenn du keinen Job findest, wie lange du überbrücken kannst, wie dein Arbeitgeber auf deine Auszeit reagiert, ob sich deine Auszeit negativ in deinem Lebenslauf auswirkt und ob deine Auszeit auf unbestimmte Zeit sein soll.

Nach einer Auszeit ist es keinesfalls ein Ding der Unmöglichkeit, eine neue Stelle zu finden. Habe keine Angst vor Lücken im Lebenslauf! Wenn du dich fragst, wer dich dann noch einstellen will, hinterfrage dich, ob deine Sorgen wirklich real oder nicht doch etwas überzogen sind.

Stell dir dazu folgende Fragen:

• Wie viele Menschen gibt es, die nach ihrer Auszeit wieder eine Anstellung gefunden haben?

• Verlierst du während deiner Auszeit all deine Eigenschaften und Fähigkeiten, so dass dich danach kein Arbeitnehmer mehr will?

 

BEWERBUNGSGESPRÄCHE NACH DER RÜCKKEHR

Du musst auch keine Angst vor unangenehmen Fragen im Bewerbungsgespräch haben. Die meisten Personaler wissen inzwischen, dass eine Auszeit nicht zwangsläufig bedeutet, dass der Bewerber nur auf der faulen Haut gelegen hat. Es ist keine vertane Zeit. Wer die Auszeit effektiv nutzt, hat schier unendlich viele Möglichkeiten der Weiterentwicklung.

Falls beim Bewerbungsgespräch vom Personaler dann doch ein Stirnrunzeln kommt, ist es vielleicht auch nicht die richtige Firma für dich. 😉

WIE DU DIR DEINE AUSZEIT FINANZIEREN KANNST

Für eine längere Auszeit auf Reisen braucht es keinen sechsstelligen Betrag auf der hohen Kante. Es geht mit deutlich weniger Geld. Wenn du während deiner Auszeit nicht arbeiten oder ein Volunteering machen möchtest, dann

VOR DER AUSZEIT

Spare bereits vor der Reise, reduziere deine Fixkosten und halte die Kosten während der Auszeit tief. Vielleicht hilft dir dann einen Budgetplan.

FINANZIERUNGSHÖHE UND ART DER AUSZEIT

Die Finanzierungshöhe ist stark von der Art der Auszeit abhängig.

Wenn du deine Auszeit zuhause verbringst, bekommst du womöglich noch Arbeitslosenentschädigung, bist dafür aber auch im Bewerbungsprozess eingebunden. Falls du keine Arbeitslosenentschädigung bekommst, fallen natürlich die ganzen Kosten wie Miete, Steuern, Versicherungen, Lebensunterhalt... usw. an.

Wenn du deine Auszeit für eine Reise nutzt, fallen mehr oder weniger nur einzelne Versicherungen und dann noch die Lebenshaltungskosten vor Ort an. Diese Lebenshaltungskosten sind dann meist (je nach Land) nicht so hoch, als wenn du zuhause bleibst.
Wenn du während deiner Auszeit auf Reisen vor hast zu arbeiten oder Volunteerings zu machen, kannst du möglicherweise sogar die Lebenshaltungskosten decken oder sie fallen ganz weg. Diese Art einer Auszeit ist auch mit einem kleinen Budget für längere Zeit gut machbar.

GENERELLE EMPFEHLUNGEN

Kalkuliere in jedem Fall Auslagen und Reserven für Unvorhergesehenes ein. Mehr dazu

Wenn du deine Auszeit zum Reisen nutzen möchtest, spar dir ein finanzielles Polster an und denke an Rücklagen, damit du die Reise unbeschwert geniessen kannst. Erkundige dich auch, ob du weitere Versicherungen brauchst. Prüfe, ob dein Unfallschutz genügend ist. Wenn du die richtigen Länder wählst, kann Reisen viel günstiger sein, als Zuhause zu bleiben.

Denke auch an deine Rückkehr. Um Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung zu haben, musst du dich z.B. in der Schweiz bei deiner Rückkehr rechtzeitig beim RAV (Regionalen Arbeits-Vermittlung) arbeitssuchend melden. Von deinem Anmeldezeitpunkt wird zwei Jahre in die Vergangenheit geschaut. Innerhalb dieser zwei Jahre musst du in Summe mindestens ein Jahr sozialversicherungspflichtig gearbeitet haben, um Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung zu haben.

Falls du Auskunft oder individuelle Unterstützung möchtest, melde dich bei mir.

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